Menschenrechts-Pfad
Seit kurzem ist er nun vollständig: Die sieben Stationen auf einer Strecke von 44 km rund um den Ruppiner See laden ein zum Verweilen, Betrachten, Hören, Mitmachen, Nachdenken und Mifühlen.
Jede Station setzt sich auf eine angere künstlerische Art mit den Menschenrechten auseinandersetz und nutzt andere Mittel um die Gedanken und Gefühle zu diesem Thema zu Veranschaulichen. Die Kunstwerke der einzelnen Stationen veranschaulichen so die Menschenrechte, lassen Sie in den Köpfen lebendig werden und verankern Sie in der kulturellen Landschaft Ruppins. Lesen Sie hier die Einzelheiten zu der Entstehung einer jeden Station nach und finden Sie Denkanstöße für Ihren Alltag. Oder drucken Sie sich die Zusammenfassung zum bequemen Mitnehmen aus.
1. Station in Wustrau - am 28.11.10 eingeweiht
2. Station am Oberstufenzentrum OPR
- am 16.05.11 eingeweiht
Die Idee für Station am Oberstufenzentrum entstand in einem Schüler/innen-Wettbewerb: Vorgabe war, dass alle Menschenrechte durch ein Kunstwerk veranschaulicht werden, damit sie in den Unterricht eingebunden werden können. In Zusammenarbeit von Sozialassistenten/innen und Forstwirten/innen entstanden zwei lebensgroße Bäume am Oberstufenzentrum OPR.
3. Station in Gnewikow - am 19.06.11 eingeweiht
Das Thema dieser Station Menschenrechte und Sprache wurde über den Zeitraum eines ganzen Schuljahres mit Fachoberschülern und Gymnasiasten des Oberstufenzentrums OPR bearbeitet. Im Deutschunterricht, unter der Leitung der Lehrerin Dietlind Grünberg, wurde untersucht, wie Diskriminierungen und Vorurteile in der Sprache verankert sind.
In eigenen Gedichten haben die SchülerInnen Menschenrechtsverletzungen in ihrem Lebensumfeld zum Thema gemacht. Daraus entstand ein Gedichtband, der von dem Künstler Ralf Hentrich gestaltet und gedruckt wurde. Der Schüler-Entwurf eines Sprachmobilés wurde von dem Künstler Rupprecht Matthies bearbeitet und künstlerisch umgesetzt.
4. Station Nietwerder - am 24.06.11 eingeweiht
Künstler Hans Joachim Eggert und Kunstlehrer Sascha Boleslawsky erarbeiteten in Zusammenarbeit mit Schüler/innen der gymnasialen Oberstufe des Oberstufenzentrums Ostprignitz-Ruppin ein fotografisches Gesamtkunstwerk zum Thema Menschenrechte speziell für die Kirche und Gemeinde von Nietwerder. „Die Bilder in unseren Köpfen sind die Wegweiser unserer Entscheidungen“ so Sascha Boleslawsky. Für die Eröffnung haben die Schüler eigene Gedanken formuliert und eindrucksvoll in Szene gesetzt.
5. Station in Radensleben - am 26.06.11 eingeweiht
Die Schüler/innen der Abschlussklasse 2010 des evangelischen Gymnasiums in Neuruppin setzten unter Leitung der Kunstlehrerin Anja Hünich das Thema Menschenrechte in Form von Rauminstallationen um. Das Grundkonzept waren begehbare Räume, in denen Betrachter mit dem Thema in Berührung kommen sollten. Diese stehen nun als Modelle in einem Nebenraum der Radenslebener Kirche. Jan-Thorben Eberitsch hat eins dieser Modelle entworfen und angefertigt und erklärte zur Eröffnung die Entstehungsgeschichten der 6 ausgestellten Modelle.
6. Station in Lichtenberg - am 7. Dezember 2011 eingeweiht
Zum Thema Malerei und Menschenrechte gestalteten werdende SozialassistentInnen des Oberstufenzentrums Ostprignitz-Ruppin
(OSZ) für die
Dorfkirche Lichtenberg Himmelsausschnitte verschiedener Wetterlagen, durch die eine Taube fliegt – Sinnbild des Boten zwischen Himmel & Erde, Idealismus & Realismus; Zeichen
des Friedens und passend zum Ort auch Symbol für den Heiligen Geist. Der offene Himmel steht für das Recht auf Freiheit und gleichzeitig Ort der Sehnsucht & unerreichtes Ideal. Wie unterschiedlich man diese beiden Symbole sehen kann, wird in den 21
Himmelsbildern deutlich, da jeder Schüler eigene Erfahrungen in die
Gestaltung einfließen ließ. Unterstützt
wurden die Schüler in einem vierteiligen Workshop mit der Künstlerin
Katrin Mason Brown und mit Martina Vathke, Lehrerin am OSZ.
7. Station in Neuruppin - am 19. Januar 2012 eröffnet
Wir leben in einer Welt, in der uns das Hören und Sehen vergangen ist – die akustische und visuelle Umweltverschmutzung hat ein Ausmaß angenommen, dass der Mensch oft nicht mehr weiß, wo ihm der Kopf steht. Und doch gibt es noch die Räume, die einem Schutz gewähren, Orte an denen man wieder zu sich kommt – wie zum Beispiel in einer Kirche. Hier bietet sich die Gelegenheit der Besinnung. Einmal der Lärm entflohen, haben wir auch wieder ein Auge und ein Ohr für das Wesentliche. Ganz ohne die Ablenkungen der marktschreierischen Außenwelt, öffnet sich mit den Sinnen auch das Herz. Vielleicht bedarf es solcher Abgeschiedenheit, um sich auch für den Mitmenschen wieder öffnen zu können, um empfinden und begreifen zu können, dass alle Menschen mit den gleichen Rechten ausgestattet sind; mit den unveräußerlichen und unteilbaren Menschenrechten.
In der Neuruppiner Klosterkirche haben Sie die Gelegenheit, einer Vielzahl von Stimmen zu lauschen, die die 30 Artikel der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ vortragen. Stimmen, die so verschieden sind wie wir Menschen verschieden sind. Jede dieser Stimmen ist ein Kunstwerk mit ganz eigenem Charakter. So wie jeder Mensch ein ganz besonderer ist. Am Ende werden Sie vielleicht Ihre eigene Stimme hören. Und vielleicht auch, dass alle Menschen mit einer Stimme sprechen.
Dokumentation & Hintergrund
Lesen Sie hier die Einzelheiten zu der Entstehung einer jeden Station nach und finden Sie Denkanstöße für Ihren Alltag. Oder drucken Sie sich die Zusammenfassung zum bequemen Mitnehmen aus.


