Studienfahrt nach Auschwitz
Die Schrecken des Nationalsozialismus erlebten 15 SchülerInnen der FOS 10/3 bei ihrer Exkursion ins polnische Kontzentrationslager Auschwitz vom 3.-7. Dezember 2011.
Ziel der Studienfahrt war es, im gemeinsamen Erleben, Nachdenken, Sprechen und Handeln einer Vergangenheit zu erinnern, die niemals in Vergessenheit geraten darf.
Durch die langfristige Beschäftigung mit dem Thema der Verfolgung von Juden im Dritten Reich waren die SchülerInnen auf die Exkursion gut vorbereitet. Trotzdem ist der Unterschied gravierend zwischen der theoretischen Auseinandersetzung mit diesem Thema und dem emotionalen Erleben der Lagerrealität, welches durch die Ausstellungen in den gut erhaltenen Häuserblöcken und den Erläuterungen des Gedenkstättenpersonals intensiviert wurde.
Auschwitz Birkenau ist so groß ist, dass man es sich kaum vorstellen kann; es ist ein Ort, an dem so viele Menschen unter so furchtbaren Bedingungen leben mussten,
dass die Vorstellung davon unmöglich ist; ein Ort, an dem man sieht, zu welchen Taten Menschen fähig sind.
In Birkenau wurden sich die OSZ-SchülerInnen der Dimension der Judenverfolgung durch die Nazis bewusst: Baracken soweit man sieht, alles genauestens durchdacht: was nach der Ankunft mit den Häftlinge passierte, wie sie untergebracht waren, was sie zu Essen bekamen; wann sie zur Arbeit gingen und sogar wie sie sterben sollten.
Anschließen sprach der 94-jährige Zeitzeuge Wilhelm Brasse mit den Jugendlichen über seine Vergangenheit im Konzentrationslager; der Reisehöhepunkt, wie die SchülerInnen betonen. Er erzählte, dass er die Deutschen nicht hasse, da nicht alle Deutschen schlecht seien und waren.
Exkursion ins Haus der Wannseekonferenz
Zur Vorbereiung auf die Exkursion besichtigte die Klasse mit ihrer Klassenlehrerin Frau Grünberg nach Berlin. Sie wurden in der heutigen Gedenkstätte durch die Ausstellungsräume geführt und konnten anschließend in Seminarräumen in kleinen Gruppen an unterschiedlichen Themen zur Vertiefung arbeiten. Darin ging es unter anderem um die Verfolgung und Ermordung der Juden oder um die Geschichte des Nationalsozialismus im Allgemeinen und dem Konzentrationslager Auschwitz im Besonderen. Ebenso wurden Fotos aus der damaligen Zeit analysiert.
Im abschließenden Plenum haben alle Gruppen ihre Ergebnisse vorgestellt und bestätigt, dass sie durch diesen Tag interessante Neuigkeiten zu ihrem vorhandenen Wissen über Konzentrationslager ergänzen konnten.
Organisation
Organisiert und finanziert wurden beide Exkursionen durch die Werkstatt für Demokratie und Menschenrechte in Zusammenarbeit mit der Klassenlehrerin Dietlind Grünberg im Rahmen des XENOS-Programms "Integration und Vielfalt" mit Mitteln des Bundesministerium für Arbeit und Soziales und dem Europäischen Sozialfonds sowie durch das Land Brandenburg finanziert.


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