Menschenrechts- Pfad nun komplett
Jede Stimme ein Menschenrecht - so lautet das Thema der siebten und letzten Station des Menschenrechts-Pfades, die am Sonntag in der Neuruppiner Klosterkirche feierlich eröffent wurde.
Wir leben in einer Welt, in der uns das Hören und Sehen vergangen ist – die akustische und visuelle Umweltverschmutzung hat ein Ausmaß angenommen, dass der Mensch oft nicht mehr weiß, wo ihm der Kopf steht. Und doch gibt es noch die Räume, die einem Schutz gewähren, Orte an denen man wieder zu sich kommt – wie zum Beispiel in einer Kirche. Hier bietet sich die Gelegenheit der Besinnung. Einmal der Lärm entflohen, haben wir auch wieder ein Auge und ein Ohr für das Wesentliche. Ganz ohne die Ablenkungen der marktschreierischen Außenwelt, öffnet sich mit den Sinnen auch das Herz. Vielleicht bedarf es solcher Abgeschiedenheit, um sich auch für den Mitmenschen wieder öffnen zu können, um empfinden und begreifen zu können, dass alle Menschen mit den gleichen Rechten ausgestattet sind; mit den unveräußerlichen und unteilbaren Menschenrechten.
In der Neuruppiner Klosterkirche haben Sie die Gelegenheit, einer Vielzahl von Stimmen zu lauschen, die die 30 Artikel der „Allgemeinen Erklärung der Men-schenrechte“ vortragen. Stimmen, die so verschieden sind wie wir Menschen verschieden sind. Jede dieser Stimmen ist ein Kunstwerk mit ganz eigenem Charakter. So wie jeder Mensch ein ganz besonderer ist. Am Ende werden Sie vielleicht Ihre eigene Stimme hören. Und vielleicht auch, dass alle Menschen mit einer Stimme sprechen.


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